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Afrika ist ganz in Ihrer Nähe!

.. heißt wieder das Motto der Afrikatage in der Alten Seegrasspinnerei in Nürtingen.

Nicht nur das heiße Wetter, auch die kommenden 7. Afrikatage bringen afrikanisches Flair in die direkte Nachbarschaft.
Von Freitag, 31. Juli bis Sonntag, 2. August werden auf dem Parkplatz der Alten Seegrasspinnerei Stände mit verschiedenen Angeboten und Artikeln aus Afrika aufgebaut. Auch Speisen aus Togo, Gambia, Senegal, Kenia und anderen afrikanischen Gegenden werden geboten.

Veranstalter ist der Verein Namél aus Nürtingen.
Und dieser hat ein buntes Programm mit Livemusik zusammengestellt.

Am Freitagabend z.B. werden zwei Bands aus Nürtingen, bei denen auch Flüchtlinge mitmachen auftreten: Die Trommelgruppe Tromedar und die Jamsession Band vom Kulturverein Provisorium.

Am Samstag wird gegen 16 Uhr Mamadi Kouyaté aus Mali das magische Balafon spielen. Mamadi Kouyaté ist der Enkel des "Wächters" des UNESCO-geschützten Ur-Balafon („Sosso Bala“), das seit 1205 in Niagassola / Guinea, 100 km von Bamako unter Verschluss gehalten wird. Es wird nur an einem Tag im Jahr herausgeholt und gespielt. Nur eine Person darf es spielen: der Wächter. Der älteste noch lebende Nachfahre des ersten Spielers Bala Fasséké Kouyaté ist seit 1999 El Hadj Sékou Kouyaté (inzwischen 92 J.). Um 20 Uhr wird dann Susu Bilibi moderne afrikanische Tanzmusik spielen. Die Basis ihrer Lieder bilden traditionelle westafrikanische Rhythmen. Verschiedene Percussionsinstrumente afrikanischen Ursprungs wie Tam-Tams, Maracas (Rasseln), afrikanische Glocken und Klanghölzer werden mit Schlagzeug, Bass, Gitarre und Keyboards verbunden und bilden zusammen einen rhythmischen, explosiven Sound. Der afrikanische Ursprung bleibt dabei stets erkennbar. Diese selbst komponierten Stücke werden von den Musikern mehrstimmig in den togoischen Sprachen Ewe und Ana sowie einige Songs in Englisch gesungen und drücken Liebe, Friede und Gemeinsamkeit aus.

Am Sonntag tritt der Clown Klikusch auf.
Und mit Safnama, die ab 16 Uhr spielen werden, finden die Afrikatage dann ihr vorläufiges Ende.
SAFNAMA heißt in Wollof, der Landessprache von Senegal und Gambia (Westafrika) "ES GEFÄLLT MIR". Wenn die dynamischen Jungs loslegen, dann wird mit kultureller afrikanischer Musik im Blut gefeiert und Lebensfreude vermittelt. SAFNAMA gibt es seit 1999, sie kommen aus Senegal und Gambia. Ihre Spezialität sind die traditionelle westafrikanische Musik und Tänze aus verschiedenen Kulturen wie Mandinka, Jola, Wollof, Malinke ebenso wie eigene Kompositionen. Sie haben sowohl in Afrika als auch in Deutschland musikalische Geschichte durchlebt. Und Erfahrungen mit verschiedenen Bands und Musikstilen gemacht. Aus ihren Konzerten wird regelmäßig für jedermann eine überschäumende Tanzparty, mit einheizender traditioneller westafrikanischer Musik. Die Lebensfreude auf der Bühne wie auch die mitreißende Musik springen schnell auf das Publikum über und aus einem verregneten Tag wird plötzlich eine „Sunshine-Party“.
Wer sich tiefer mit afrikanischer Musik auseinandersetzen will, kann bei Lamp Fall einen Trommelkurs besuchen. Samstag und Sonntag jeweils um 11 Uhr für Kinder, um 14 Uhr für Erwachsene.
Kinder können außerdem am Samstagnachmittag mit Blebo aus der Elfenbeinküste tanzen lernen oder mit Perlen arbeiten.
Eine gute Tradition der Afrikatage ist schließlich noch das Kulturpalaver. Unter der Moderation von Komi Emile Avowlanou wird das Thema "Leben in fremden Ländern" am Samstag um 14 Uhr beleuchtet. Dazu werden Personen aufs Podium gebeten, die als Europäer in Afrika oder als Afrikaner in Europa Fuß fassen wollen. Oder die längere Zeit in der Fremde verbringen (müssen). Um von ihren guten, mitunter lustigen aber auch ernüchternden und frustrierenden Erfahrungen zu berichten.

Die Afrikatage in Nürtingen haben freien Eintritt, um Spenden wird gebeten.

Davon werden die Unkosten finanziert und Gelder gesammelt für Gemeinwohl-Projekte in Afrika, z.B. für das Projekt "no plastic, please".
Das Kulturamt der Stadt Nürtingen unterstützt die Afrikatage, die übrigens um 18 Uhr offiziell von der Vorsitzenden des Vereins Namél, Fatou N'Diaye- Pangsy, und vom Hausherr des Geländes, dem Vorsitzenden des Trägervereins Freies Kinderhaus Klaus Nägele eröffnet werden.

Weitere Informationen finden Sie unter www.afrikatage.com oder info@namel.de. Oder Sie kommen einfach vorbei und lassen sich vor Ort inspirieren..

Über Doris Waldmann