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Unsere Sinne. sind elementar für uns.

Berührung bewirkt Bewegung. ..macht intelligent. Glücklich. Ausgeglichen. Zufrieden. Und selbstbewußt.

Vor einiger Zeit begann ich, mich mit der Bedeutung, Funktion sowie der Wirkung unserer Sinne zu befassen.

In meiner Arbeit mit Massagen begegnet mir zudem immer wieder ein Zusammenhang welcher mich verwunderte.  Das Wort sinnlich wird in den allermeisten Fällen nicht als Ausdruck für "mit den Sinnen wahrnehmen" verwendet sondern oft mit Erotik verknüpft. Nun, im allgemeinen Sprachgebrauch ist sinnlich offensichtlich hauptsächlich gleichbedeutend mit erotisch sowie genußfreudig, aber auch körperlich und mit den Sinnen wahrnehmend. Soweit so gut.

Darüber hinaus gibt es Forschungen sowie interessante Ausführungen über unsere Sinne und die sinnliche Wahrnehmung des Menschen, die meinem Verständnis darüber entsprechen und es vertiefen.
Unsere Sinne sind elementar für unser Leben. Für unser Erleben. Unsere Orientierung. Und unsere Balance.

Wir nehmen uns selbst ebenso wie unsere Umwelt über die Eindrücke, die wir über unsere Sinne erhalten, wahr.
Dabei ist die Wahrnehmung ein ganzheitlicher Vorgang. Sie bezieht nie nur einen einzigen Sinn ein, sondern läuft in komplexen Vorgängen ab. Die Sinneseindrücke mehrerer Sinne werden miteinander sowie mit den gelernten Erfahrungen abgeglichen. Wir können also nur richtig wahrnehmen, wenn unsere Wahrnehmungssysteme zusammenarbeiten.
Aus den Informationen, welche wir über unsere Sinne erhalten haben, sowie den daraus verarbeiteten Erlebnissen entsteht unser Selbstbild. Wie auch unser Bild, unsere Haltung zur Außenwelt sowie der Umgang damit. Wir benötigen die sinnliche Wahrnehmung für grundlegende Funktionen unseres Organismus sowie zur Koordination, für unser Lernen, unsere Entwicklung und um uns insgesamt zurecht zu finden.
Körperlich, kognitiv und auch emotional. Sowie für die Fähigkeit uns als Menschen im Ganzen wahrzunehmen.
Jedem ist klar, daß wir im Alltag unsere Sinne zum Sehen, Hören, Riechen, Schmecken und Spüren benutzen.

Der Tastsinn, also spüren, fühlen, ist in der heutigen Zeit allerdings immer mehr in den Hintergrund getreten.

Leider, denn er ist ein wesentlicher Körpersinn für unsere Außen- wie Innenwahrnehmung. Haptik-Forscher sagen, der haptische Sinn ist sogar unser wichtigster Sinn. Denn Berührung und Bewegung transportiere mehr eindeutig wahre Informationen als gesehene beziehungsweise gehörte Inhalte es tun.
Mit Tastsinn wird weiter nicht nur das Berühren und Berührtwerden über Hände und Haut bezeichnet. Auch der Bewegungssinn, unser innerer Tastsinn ist ein grundlegend wichtiger Sinn für uns Menschen. Die gesamte Motorik wird von ihm gesteuert und er ist direkt mit dem zentralen Nervensystem verbunden. Manche nennen diesen Sinn, auch weil die dazugehörigen Sinneszellen bis in tiefe Haut- und Körperschichten reichen, Tiefensensibilität oder auch Muskelsinn. Die Sinneszellen des Tastsinns informieren das Gehirn ständig über die Stellung der einzelnen Körperteile sowie über die Muskelspannung. Oft ist uns dies nicht mehr bewußt.
Der Berührungssinn steht im direkten Zusammenhang mit dem Bewegungssinn. Jede Berührung bewegt. Jede Bewegung berührt.
Über den haptischen Sinn werden unsere Körpersignale sowie unsere Instinkte gelenkt, wir entwickeln über Ihn unser Vertrauen. Dieser Körpersinn fördert in konstruktiver Weise unser Lernen, auf Grundlage der Erfahrungen durch den Tastsinn bauen wir auch unser Selbstbewußtsein auf.. Er fügt uns im Grunde als menschliche Wesen zusammen, vernetzt uns auf den unterschiedlichsten Ebenen unseres Seins und hält uns in Balance. Unseren Tastsinn zu versorgen, zu nähren ist nicht weniger als lebenserhaltend für uns.

Wir tun gut daran, uns wieder mehr auf unser Körpergefühl zu besinnen.
Unsere Selbstwahrnehmung wird durch den Berührungssinn wie auch den Bewegungssinn direkt bedingt.

Die gesamte Entwicklung unseres Organismus sowie unserer Persönlichkeit ist eng mit unseren Sinnen verbunden. Mit allen Sinnen. Unser ganzes Leben lang.

Über Doris Waldmann